Nahrung und Zufütterung
Selbstverständlich soll man keine Pestizide, Schneckenkorn und ähnliches verwenden. Damit vergiftet man den eigenen Garten und gleichzeitig das biologische Gleichgewicht und schließlich auch Tiere wie die Igel, die das Gift pur auflecken oder über die Nahrung aufnehmen.
Pro und contra der ganzjährigen Zufütterung werden teils heftig diskutiert. Durch Klimawandel und flächendeckendem Einsatz von Pflanzengiften ist nach aktuellen Studien die Insektenpopulation um gut 80 % zurückgegangen. Selbst bei ihren kilometerweiten Wanderungen finden Igel nicht mehr genügend Nahrung. Selbst wenn viele Gärten igelgerecht gestaltet werden, reicht dies nicht mehr aus, damit Igel ausreichend Nahrung zu finden. Eine Zufütterung, auch für unsere heimischen Vögel, lässt sich nicht mehr vermeiden.
In passenden Futterhäuschen, die andere Tiere abhalten, kann man Igeln Katzennassfutter, ohne Soße und möglichst ohne Zucker, hin und wieder ein gekochtes Ei, ungewürztes Hackfleisch anbieten.
Bitte jedoch niemals Milch, das vertragen die Igel nicht, sondern werden davon krank.
Mit flachen Wasserschalen, Blumentopfuntersetzer mit frischem Wasser tun sie nicht nur den Igel Gutes, auch viele andere Gartenbewohner bis hin zu unseren Vögeln werden es danken.
